06.03.2019

sehenswertes Bremen


Teil 9: Rund um den Wall

Liebe Munte-Besucher und Bremen-Entdecker,

in unseren vorherigen Beiträgen haben wir Ihnen bereits einige sehenswerte Teile aus unserer schönen Stadt vorgestellt, heute gesellt sich noch ein weiterer dazu: Die Wallanlagen und die Gegend um den Bremer Hauptbahnhof.

Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

 

Die Bremer Wallanlagen, auch der „grüne Gürtel“ genannt, umschließen fast die ganze Altstadt Bremens. Sie verlaufen von der Weser am Osterdeich, vorbei an der Kunsthalle im Viertel und der Herdentorswallmühle, über den Doventorswall im Stephani-Viertel bis hin zum Focke-Garten. Die Straße „Am Wall“ führt entlang der gesamten Anlage und trennt die Parkanlage vom Stadtzentrum.

Doch die Wallanlagen waren nicht immer schon eine grüne Oase für die Bremer und ihre Besucher. Bis zum 18. Jahrhundert wurde dieses Gebiet als Befestigungsanlage zum Schutz der Stadt genutzt. In dieser Zeit entstand auch die zackenförmige Form des Walls. Ein zackenförmiger, drei Meter breiter Graben mit Kanonen auf den Ausbuchtungen sollte die Befestigungsanlage noch sicherer machen. Die Befestigungsanlage verfügte über sechs Tore, die einigen wahrscheinlich auch heute noch bekannt sein dürften: das Ostertor, das Bischofstor, das Herdentor, das Ansgaritor, das Brückentor und Natel.

Nachdem die Anlage nur einem Angriff im Jahre 1666 ausgesetzt war, veränderte sich die Nutzung der Anlagen im 18. Jahrhundert. Es wurden Gärten und Wege angelegt, Windmühlen gebaut und Bäume gepflanzt, um einen öffentlichen Stadtgarten nach englischem Vorbild zu gestalten. Aus dieser Zeit stammt auch einer der ältesten Bäume und absolute Sehenswürdigkeit Bremens: dieBaum-Hasel am Herdentor.

Auch heute noch werden die Wallanlagen als beliebter Erholungsort genutzt und bieten auch Kunst- und Kulturinteressierten einige Skulpturen zur Besichtigung. Ein Spaziergang vom Osterdeich aus durch die Wallanlagen führt beispielsweise an der Altmannshöhe vorbei, wo sich ein Kriegerehrendenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges befindet.
Von dort aus ist es nur ein Katzensprung zur Kunsthalle und dem Theater am Goetheplatz am Eingang des Ostertorviertels.

Kunsthalle Bremen - Hotel Munte am Stadtwald - Ringhotel

Kleiner Tipp für Romantiker: neben der Kunsthalle befindet sich ein Holzsteg, der abends beleuchtet ist.

Holzsteg neben der Kunsthalle - © pixabay

Aber auch die Shopping-Lustigen kommen in den Wallanlagen nicht zu kurz, denn die Straße „Am Wall“ lädt insbesondere zwischen Herdentor und Altenwall zum Flanieren ein. Hier haben sich überwiegend gehobene Geschäfte für Inneneinrichtungen und Modeboutiquen niedergelassen.

Ein beliebtes Event ist zudem das „Wallfest“. Einmal im Jahr werden dann die Bäume, Wiesen und das Wasser in den Anlagen in bunte Lichter getaucht und locken zahlreiche Besucher mit einem abwechslungsreichen Programm und der besonderen Atmosphäre der grünen Parkanlage an. Nächster Termin für das Wallfest: 16. Juni 2019.

Die Bischofsnadel ist eine kleine Unterführung die von den Wallanlagen direkt in die Innenstadt auf den Domshof führt. Der Name des Zugangs stammt übrigens aus dem Mittelalter, als Bremen noch ein Erzbistum und Bischofssitz war. Der schmale Durchgang war nur für den Erzbischof als exklusiver Zugang vorgesehen.

Folgt man den Wallanlagen oder der Straße am Wall in Richtung Herdentor, hat man eines der meist fotografierten Sehenswürdigkeiten der Stadt direkt im Blick: Die Mühle am Wall oder auch Herdentorswallmühle genannt.
Sie ist die letzte noch erhaltene Mühle von insgesamt acht aus den Wallanlagen und wurde bis 1974 noch als Getreidemühle genutzt.
Heute ist die Mühle ein beliebter Ort zur Einkehr und eben auch ein beliebtes Fotomotiv: Vor allem im Sommer, wenn vor der Mühle ein buntes Blütenmeer blüht.
Die grüne Umgebung der Mühle lädt zudem auch zu einem entspannten Spaziergang oder einem gemütlichen Picknick ein. Bei Voranmeldung kann die Mühle am Wall übrigens auch besichtigt werden, mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Mühle am Wall

Folgt man der Straße Herdentorsteinweg ist der Hauptbahnhof schon in Sichtweite. Hier steigen Touristen, Einheimische und Geschäftsleute täglich ein und aus. Sei es per Zug innerhalb des Bahnhofs oder per Straßenbahn auf dem Bahnhofsvorplatz.

Hauptbahnhof Bremen

Innerhalb des Bahnhofs gibt es einige Geschäfte, die so mancher Reisender gern nutzt, um sich die Wartezeit auf die Züge zu vertreiben oder schnell noch ein paar Souvenirs zu besorgen. Durchquert man den Bahnhof einmal komplett, gelangt man schon zum Messezentrum und der Bürgerweide.
Im Messezentrum finden, wie der Name schon sagt, viele Messen aber auch Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

Die Bürgerweide ist zweimal im Jahr Schauplatz der beliebten Jahrmärkte Osterwiese (12.04. – 28.04.2019) und Freimarkt (18.10. – 03.11.2019).
Dann kann man nach Herzenslust über den großen Platz zwischen zahlreichen Karussells und Buden flanieren, seinen Adrenalinpegel mit einer rasanten Achterbahnfahrt in die Höhe treiben, das ganze Getümmel auf der Bürgerweide vom Riesenrad aus beobachten und sich anschließend mit viel Zuckerwatte, Schmalzkuchen und Lebkuchenherzen eindecken. Vielleicht wartet auch der große Gewinn in einer der Losbuden auf Sie? Begleitet wird die Jahrmarktszeit auch von musikalischen Veranstaltungen und Partys, vor allem in der Halle 7 aber auch in den Festzelten direkt auf der Bürgerweide.

Osterwiese auf der Bremer Bürgerweide

Wer Lust auf noch mehr Nachtleben hat, ist in Bahnhofsnähe übrigens genau richtig. Die Discomeile Rembertiring wartet mit verschiedenen Clubs, Kneipen und Bars auf. Da ist für jeden etwas dabei!


Wer noch etwas mehr Kultur aus Bremen mitnehmen möchte, sollte sich das Übersee-Museum nicht entgehen lassen. In dem über 100 Jahre alten Museum kann man das ganze Jahr über Ausstellungen zu den Kontinenten der Erde besichtigen aber auch interessante Sonderausstellungen besuchen. Noch bis 28. April 2019 ist dort die multimediale Ausstellung „Antarctica“ zu betrachten. Hier können die Besucher die Antarktis hautnah erleben und mit Robben und Pinguinen auf Tauchgang gehen.

Der grüne Vorplatz vor dem Übersee-Museum erhielt im Jahre 2010 übrigens den Namen „Platz der deutschen Einheit“ und beherbergt deshalb auch ein Stück der Berliner Mauer als Mahnmal.

Nicht zuletzt bleibt auch noch das Kino Cinemaxx, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Übersee-Museum, zu erwähnen. Hier können Sie wie gewohnt gemütlich einen Film auf Leinwand schauen und den ereignisreichen Tag Ihrer Bremen-Tour entspannt ausklingen lassen.

Wir hoffen, Sie haben einen weiteren interessanten Einblick in unser schönes Bremen erhalten und hoffen, Sie bald im Hotel Munte zu begrüßen!

Ihre Familie Pauls und das gesamte Team

Hotel Munte