Bremer Babbeler Zuckerstangen im Glas

09.06.2019

Bremer Zuckerstange in rot-weißem Papier:
der Babbeler


So wie die Stadtmusikanten, der Labskaus oder die Weser gehört auch der Bremer Babbeler zu den Dingen, die Sie kennen sollten.

Erfunden wurde die Leckerei 1886 vom Bonbonkocher Albert Friedrich Bruns. Aufgrund seines Pfefferminzgehaltes wurde es auch scherzhaft als längstes Hustenbonbon der Welt bezeichnet.

Der Herkunft des Wortes Babbeler schreibt man die plattdeutsche Redewendung „hol din Babbel“, was so viel heißt wie „Halt den Mund“ zu, da man die Stange zum Genuss ständig im Mund lassen musste und sie dabei ziemlich klebrig wurde.

Aufgrund der schnell wachsenden Beliebtheit des Naschwerkes entstand schon in den 1920er Jahren eine weitere Produktionsstätte (Firma Friedrich Germann). Noch heute werden dort neben weiteren Zuckerwaren ca. 10.000 Babbelerstangen wöchentlich produziert. Hier ist man übrigens von der gesundheitsfördernden Wirkung des Babbelers überzeugt, was sie trotz des hohen Zuckergehaltes auf die enthaltenen Kräuter zurück führen. Und schließlich wird er auch in Apotheken verkauft ;-)

Aber auch in Teehäusern sowie in der Bremer Bonbonmanufaktur ist die Zuckerstange erhältlich.

Und jetzt: eine Tasse Tee kochen, ein Stück Pfefferminzstange abbrechen und im heißen Getränk zergehen lassen – Typisch Bremen :-)

Sieben-Faulen-Brunnen vor der Bremer Bonbonmanufaktur
Hotel Munte