10.07.2019

Von Blumen und Bienen


Liebe Freunde der Munte und Verfolger unseres Blogs,

das Thema „Schutz der Biene“ ist aktueller denn je.
Auch für uns ist die Erhaltung der Biene ein wichtiges Thema, deshalb wollen wir Ihr in diesem Blogbeitrag unsere Aufmerksamkeit widmen und Infos, die Sie vielleicht noch gar nicht wussten, zusammentragen.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Biene auf rosa Blüte

Mit einer Körperlänge zwischen 7 und 19 mm und einem Gewicht von nur 0,1 g ist die Honigbiene ein kleines Wunder der Natur. Täglich fliegt sie mehrere Kilometer um Nektar und Pollen zu sammeln und in den Stock zu tragen.

Als eine von 500 Bienenarten, die in Deutschland heimisch sind, leistet sie einen enorm wichtigen Beitrag für Ökonomie und Ökologie, denn sie sichert uns etwa ein Drittel der Ernährung mit Obst und Gemüse. Dabei kann ein Bienenvolk, zu dem zwischen 20000 und 50000 Arbeiterinnen gehören können, an einem Tag bis zu drei Millionen Blüten bestäuben. Nicht umsonst, sagt man ja „fleißige Bienchen“! :-)

Doch nicht nur das köstliche Nebenprodukt, der Honig, ist von Bedeutung. Denn Sie tragen als Bestäuberinsekten einen besonders großen Beitrag zu unserem Ökosystem bei.
Das war auch bereits Einstein klar: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr.“ (Zitat Albert Einstein, 1949).

Unter allen Bestäubern spielt die Honigbiene die größte ökologische Rolle: Sie bestäubt fast 80 Prozent aller Nutz- und Wildpflanzen und ist heute nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier. Die restlichen 20 Prozent erledigen die Hummeln, Fliegen, Wildbienenarten, Schmetterlinge und anderen Insekten.

Die Bestäubungsleistung sichert uns die Vielfalt an Nahrungsmitteln, wie wir sie kennen und genießen. Die Honigbiene ist also hauptverantwortlich für gute Ernten und eine ökologische Artenvielfalt.

Imker Michael Bauer auf dem Hoteldach des Hotel Munte am Stadtwald

Leider sind die Bestände der Honigbiene in Gefahr. Durch Bienenkrankheiten, wie die Varroa-Milbe, können die Insekten ohne imkerliche Pflege nur schwer überleben. Mit dem Rückgang der Imkerei stirbt also auch die Honigbiene.

Weiterhin werden die Bienenvölker auch durch das knapper werdende Nahrungsangebot durch reduzierte landwirtschaftliche Flächen, Einsatz von Pestiziden in der Agrarwirtschaft oder auch durch Folgen des zunehmenden Klimawandels dezimiert.

Wenn die Bienen vollständig aussterben würden, und dazu noch andere Bestäubungsinsekten, dann ginge weltweit die Ernte massiv zurück. Vor allem bei Obst und Gemüse wären die Rückgänge stark. Was bleiben würde, wären z.B. Kartoffeln, Mais und Getreide.

Auch wirtschaftlich würde das Ausbleiben der fleißigen Bienen nicht unbemerkt bleiben. Nach Einschätzung eines UNO-Gremiums hängen von der Bestäubung zwischen fünf und acht Prozent der weltweiten landwirtschaftlichen Produktion ab. Ihr volkswirtschaftlicher Nutzen in Deutschland wird auf rund 2,7 Milliarden Euro geschätzt. Kulturpflanzen wie Kakao, Vanille und Maracuja sind zu 100 Prozent auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Bei Stein- und Kernobst steigert die Insektenbefruchtung den Fruchtertrag um 40 Prozent.

Bienen-Check-out auf dem Dach des Hotel Munte am Stadtwald

Im Hotel Munte bieten wir Bienenvölkern ein zu Hause auf Zeit. Seit 2013 checken regelmäßig im Frühjahr die Bienen von Imker Michael Bauer von der Altländer Honigmanufaktur  auf unserem Hoteldach ein. Er betreibt seit 2009 eine eigene Berufsimkerei im Alten Land. Zur Unterbringung der Bienen sagt er: „Wenn sie die Wahl hat, sucht sich die Honigbiene in der freien Natur eine Baumhöhle – daher imkere ich in Holzbeuten. Kunststoffbeuten sind zwar leicht, aber nicht wesensgemäß!“
Nach erfolgter Anreise bei uns in Bremen schwärmen die Bienen dann in den nahe gelegenen Stadtwald und sammeln während des gesamten Sommers eifrig Nektar von Edelkastanie, Himbeere & Brombeere, Kerbel etc. Den am Ende entstehenden hauseigenen cremig, aromatischen Bio-Honig gibt es auf unserem Frühstücksbuffet und auch zum Erwerben für zu Hause oder als Geschenkmitbringsel.

Bio-Honig vom Hotel Munte am Stadtwald

Nun muss aber nicht jeder ein Imker sein und Bienen zu Hause beherbergen. Kleine Maßnahmen helfen da bereits; beispielsweise eine Blühwiese für Bienen im Garten oder bienenfreundliche Pflanzen, wie Glockenblumen, Lavendel, Margeriten oder Sonnenblumen, auf dem Balkon.

Ringhotels Maskottchen Biene Paul auf einer Blühwiese

Noch eine interessante Info zum Schluss:
Die Biene kann nur im Verband existieren und überleben. Eine einzeln gehaltene Honigbiene wird trotz bester Haltung und Pflege schon nach kurzer Zeit sterben, denn sie benötigt den sozialen Kontakt mit ihren Artgenossen.


Quellen zum Beitrag:
- Wikipedia
- http://www.bee-careful.com/de/initiative/warum-sind-bienen-so-wichtig/

Hotel Munte